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Choralle Berg

Der moderne Chor aus der Südpfalz


Sechs Chöre, vier Pop-Sänger, eine Bühne – Die „Rheinpfalz“ schrieb am 19.03.2014

Sechs Chöre, vier Pop-Sänger, eine Bühne Kreis Germersheim: Chöre des Kreischorverbands Germersheim geben ein Doppelkonzert mit der A-cappella-Gruppe „Maybebop“ Von Barbara Eichenlaub  Sechs Chöre des Kreischorverbands Germersheim beendeten ein gemeinsames Chorprojekt am Sonntag in der Germersheimer Stadthalle mit einem fulminanten Doppelkonzert. Danach begeisterte das A-cappella-Pop-Quartett „Maybebop“ aus Hannover mit seinem Programm „Weniger Sind Mehr“. In einer fast ausverkauften Halle traten zuerst Sänger der Chöre „Choralle“ aus Berg, „Chorprojekt 007 – Mit der Lizenz zum Singen“ und „Vox Humana“ aus Jockgrim, „Rhythmix“ aus Hayna, „Musica Vita“ aus Neuburg und das südpfälzische Ensemble „6nach8“ zusammen auf. Die Chöre hatten sich seit September auf das Konzert vorbereitet. Jeder Chor übte während seiner Proben die Stücke ein, die dann alle zusammen vortrugen. Alle sechs Chöre trafen sich nur zu zwei gemeinsamen Proben.Der Konzerttag selbst begann schon früh am Morgen, denn nach Germersheim waren nicht nur die pfälzischen Sänger angereist, sondern auch die vier Sänger der A-cappella-Gruppe „Maybebop“ aus Hannover. Wie bei einem ersten Projekt vor zwei Jahren nahmen sich die vier Profi-Sänger Zeit und gaben in kleineren Gruppen Unterricht in Stimmbildung. Die Chorsänger schwärmten von den Stunden mit „Maybebop“ und bedankten sich mit lebhaften Applaus zu Beginn des Konzerts. Die tolle Atmosphäre, die bereits den ganzen Tag unter den Sängern herrschte, sprang schnell auf das Publikum über, das nach dem Öffnen des Vorhangs überwältigt wurde von der Menge an Sängern in rot und schwarz auf der großen Bühne. Hans Hofmann, Vorsitzender des Sängerkreises Germersheim, übernahm die Moderation des ersten Konzertteils. Locker stellte er die einzelnen Chöre mit ihren Chorleitern vor, erzählte Interessantes über die Geschichte der zum Teil sehr jungen Chöre und machte neugierig auf die Lieder, die der Projektchor sang. Chorleiter Patrick Himpel von „Musica Vita“ aus Neuburg dirigierte die ersten beiden Stücke. „So soll es bleiben“ sangen die Frauen und Männer mit kräftiger Stimme, folgten dem Dirigenten präzise und mit einem Lachen im Gesicht. Himpel gehört, wie die beiden anderen Chorleiter, die an diesem Abend das Podest betraten, zu einer neuen Generation von Chorleitern. Ihr Engagement, ihre Lust an neuer, moderner Chorliteratur war sicht- und spürbar. Sie führten gestenreich und mit großer Leidenschaft die Sänger durch die anspruchsvollen Stücke. Julia Funk-Balzer dirigierte den deutschen Popsong „Himmel auf“, der siebenstimmig gesungen wurde. Als „Kernidee des Singens“ bezeichnete Hans Hofmann das Stück „Just sing it“, das von Florian Wetzel, dem Chorleiter von „Rhythmix“ aus Hayna geleitet wurde. Das fetzige „Pressure down“ setzte den Schlusspunkt des ersten Konzertteils. Dann betrat „Maybebop“ die Bühne. Die vier Pop-Sänger sind Freunde, beherrschen ihre Kunst perfekt und singen fast nur eigene Lieder. Ganz modisch wirbelten sie in einem ersten Schnelldurchlauf über die Bühne. Sie stellten sich singend mit „Hallo“ vor, sangen praktisch eine Kurzfassung eines kompletten Programms und wollten nach wenigen Minuten mit „Machs gut!“ von der Bühne verschwinden. Zum Glück folgte noch der „Zugabeblock“. In einer perfekten Choreographie bewegten sich Jan Bürger, Oliver Gies, Sebastian Schröder und Lukas Teske über die Bühne, erzählten, diskutierten, hinterfragten und sangen, sangen, sangen. Ihre Lieder waren mal sentimental, fast morbide wie die Ballade „Kleiner grauer Falter“ oder ironisch wie „Lass dir Zeit“. Schier unendlich sind die Tonlagen, in denen die vier sich bewegen, kurzzeitig schaffte es Bassist Schröder bis in hohe Lagen und der Countertenor in den stimmlichen Keller. „Music“ in der A-cappella-Version von „Maybebop“ schaffte eine so verblüffende Hör-Illusion, bei der sich Zuhörer immer wieder selbst sagen mussten: „Nein, hier sind keine Instrumente, sondern nur die Stimmen der vier Künstler zu hören.“ Die Zugabe lieferten „Maybebop“ und die Chöre zusammen. Ganz zum Schluss schlug das Herz jedes Pfälzers im Saal noch höher, als „Maybebop“ vom Blatt das „Pfälzer Lied“ sang. Zum Artikel Rheinpfalz 19.03.14

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